Tipps für Praktikanten

  1. Zeig ehrliches Interesse an dem Unternehmen, seinen Zielen und Aufgaben. Sei aufmerksam, stell Fragen und bleib Du selbst.
  2. Erfrage schon in den Bewerbungsgesprächen, welche geschriebenen und vor allem welche ungeschriebenen Regeln es im Unternehmen gibt. Welche Kleidung wird erwartet, wie ist der Umgang mit Pausenzeiten, wer ist Dein erster Ansprechpartner für diese Fragen. Wer ist Ansprechpartner, falls es Probleme gibt.
  3. Biete Deine Unterstützung an. In den wenigsten Fällen  wird einem permanent etwas erklärt. Im Gegenteil, Praktikum heißt ja auch: In der Praxis lernen. Wer nur zuschaut, wird weniger erkennen, ob etwas Spaß macht, als wenn man richtig mit anpackt. Also: „Tue nicht nichts“, sonst outest Du Dich als stupider Befehlsempfänger. Überlege Dir, was sinnvoll sein könnte oder frage nach, was Du noch tun könntest.
  4. Besprich eventuelle Probleme besser mit einer Führungskraft oder dem zugewiesenen Ansprechpartner. Ausnahme, Du hast ein Problem oder einen Konflikt mit einem Kollegen – natürlich besprichst Du dies direkt mit dem Betreffenden. Lästere nicht über Chefs oder Kollegen. Behandle einfach  jeden so, wie Du selbst behandelt werden möchtest. Wenn Du ein Problem siehst, überleg Dir, wie Du es sachlich formulieren kannst. Versuch am besten, Dein Anliegen eher als Frage, denn als Vorwurf zu formulieren.
  5. Frag – am besten vor Beginn des Praktikums -, ob es einen Plan für Deine Praktikumszeit gibt. Dieser sollte beinhalten, in welchen Bereichen oder Abteilungen Du wie lange sein wirst. Vor allem bei längeren Praktika (über 2 Wochen), solltest Du fragen, ob ein Einblick in verschiedene Bereiche möglich ist.
  6. In der Arbeitswelt (und wohl auch im Privatleben) ist es wichtig, dass man zwei Dinge lernt: So Kritik zu üben, dass es der Kritisierte annehmen kann und sich nicht persönlich angegriffen fühlt. Und selbst Kritik annehmen zu können, am besten auch dann, wenn der Kritiker noch nicht gelernt hat, wie man Kritik übt. Schließlich geht es nicht darum, dass der Kritisierte sich schlecht fühlt, sondern dass er etwas ändert. Einfachste Regel beim Kritik üben: Beginnen Sie mit etwas Positivem. Beispiel: „Ich finde es toll, wie Sie sich engagieren und die Art, wie Sie heute mit dem Kunden umgegangen sind, war richtig gut. Wenn Sie jetzt noch am Abend Ihren Arbeitsplatz aufräumen, dann bin ich richtig zufrieden“.
  7. Notiere Deine Erfahrungen- ein kleines Praktikumstagebuch kann helfen, die eigene Einschätzung zu überprüfen. Vielleicht befüllst Du ein paar Tagesrubriken: Was hat mir heute gut gefallen. Womit habe ich nicht gerechnet? Was habe ich heute gelernt? Worüber habe ich mich geärgert?
  8. Absolviere so viele Praktika wie möglich – der direkte Vergleich hilft zu bewerten.
  9. Gehe jedes Praktikum mit einer Einstellung an, als wolltest Du Dich sich als künftiger Auszubildender oder Mitarbeiter empfehlen. Auch wenn Du Dir das wegen der Branche vielleicht zu Praktikumsbeginn noch nicht vorstellen kannst. Sei stets pünktlich und verlässlich. Informiere auf dem abgesprochenen Weg, wenn Du krank bist oder aus anderem Grunde nicht kommen kannst.  Halte möglichst durch und brich das Praktikum nicht ab, nur weil Dich etwas ärgert oder Du eine andere Erwartung hattest. Mit dieser Einstellung und Höflichkeit wirst Du später eine Auswahl an Ausbildungsplätzen haben.

Bleib selbstbewusst, auch wenn es ein paar Absagen hagelt oder eine Schulnote missglückt ist. Alles, was wichtig ist, lässt sich auch noch später lernen – zumindest wenn man sich die eigenen Wissenslücken bewusst macht. Und permanent lernen zu wollen (und auch etwas dafür zu tun), ist in diesen Zeiten bestimmt eine besonders wichtige Einstellung.